Aurélie Filippetti, Ministerin für Kultur und Kommunikation, wurde von ihren Dienststellen und der Präventivmedizin auf die Krise aufmerksam gemacht, in der sich das Picasso-Museum befindet, hat die Generalinspektion für kulturelle Angelegenheiten beauftragt, eine objektive Diagnose der sozialen Lage dieser Einrichtung zu erstellen. Die Ergebnisse des IGAC-Berichts lassen ein extrem verschlechtertes Arbeitsklima, ein tiefes Leid am Arbeitsplatz und eine Atmosphäre der Angst erkennen, die die Mitarbeiter gefährdet. Diese Situation hat sich insbesondere in einer Reihe von Rücktritten auf Schlüsselpositionen niedergeschlagen, die für die Eröffnung des Museums unerlässlich sind. Die IGAC präzisiert, dass «es daher Aufgabe der Vormundschaft ist, die notwendigen dringenden Maßnahmen zu ergreifen, um den Prozess der Verschlechterung des sozialen Klimas zu unterbrechen und ein effizientes und kohärentes Management bereits jetzt einzuführen».

Unter diesen Umständen, die Anforderungen der bevorstehenden Wiedereröffnung des Picasso-Museums unter den besten Bedingungen, der Schutz der Museumsmitarbeiter und die Wiederherstellung eines vertrauensvollen Rahmens zwischen dem Museum und seinen Gesprächspartnern, deren Dienste des Ministeriums für Kultur und Kommunikation für den Erfolg des Projekts zur Beendigung des Mandats von Anne Baldassari führen, Die Präsidentin des Museums.

Aus Respekt vor der wissenschaftlichen Arbeit von Anne Baldassari schlug ihr die Ministerin vor, die Ausstellung für die Wiedereröffnung des Museums zu realisieren, ohne die Ernennung eines neuen Präsidenten zu verschieben.

Der Vorsitzende wird in einem offenen Auswahlverfahren innerhalb von zwei Wochen ernannt. Dieser Vorsitzende wird, wie in der Satzung der Einrichtung vorgesehen, «aufgrund seiner wissenschaftlichen Kompetenz», d. h. aus dem Korps der Bewahrer des Kulturerbes, oder aus wissenschaftlich vergleichbaren Korps ausgewählt.

Die Interimspräsidentschaft wird von Jérôme Bouët, Generalinspekteur für kulturelle Angelegenheiten und Mitglied des Verwaltungsrats des Museums, wahrgenommen.

Es wird Aufgabe des neuen Präsidenten sein, die Voraussetzungen für die Eröffnung des Museums im September 2014 in einem ruhigen Klima zu schaffen.

Die Ministerin wird die Familie Picasso und die Mitglieder des Verwaltungsrats über den Fortschritt des Projekts informieren. Sie wird sehr darauf achten, die Situation der Mitarbeiter des Museums zu verbessern.

Die Energie aller muss sich nun ausschließlich diesem Ziel zuwenden. Picassos Werk und die außergewöhnliche Sammlung, die das Museum der Öffentlichkeit zugänglich machen wird, verdienen diese Mobilisierung. Die Ministerin erinnert daran, dass sie persönlich dafür gesorgt hat, dass 40 zusätzliche Stellen für das Picasso-Museum geschaffen wurden, obwohl der Haushalt angesichts der Bedeutung dieses Museums für die Franzosen und alle Liebhaber von Picasso eingeschränkt war.