André Fontaine ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Dies ist ein großer Verlust für die Welt der Presse und der zeitgenössischen Geschichte, von denen er einer der weisesten Beobachter war. Er verkörperte die ideale Synthese zwischen dem abenteuerlichen Journalisten und dem rigorosen Historiker, der sich bei der Analyse und Popularisierung komplexer außenpolitischer Fragen auszeichnete - insbesondere der Ost-West-Beziehungen, die ihn leidenschaftlichen. Er wusste sehr früh den Aufstieg der Extremisten vorauszusehen.

Ihre persönliche Ausstrahlung an der Spitze des Alltags Le MondeDie von 1985 bis 1991 von ihm geleiteten wichtigen Wendepunkte, die er als erste farbige Beilage einzunehmen wußte, haben wesentlich dazu beigetragen, daß die Leser immer aufgeklärter und anspruchsvoller geworden sind.

Seine Laufbahn, zunächst als Journalist bei Gegenwart dann als historische Figur des WeltEbenso wie die Gründerväter Hubert Beuve-Méry oder Jacques Fauvet ist auch dieser Mann ein Mann, dessen Talent und Unabhängigkeit es verstanden haben, das Schicksal zu erzwingen.