Kulturministerin Françoise Nyssen gratuliert Olivier Guez, Gewinner des Renaudot-Preises 2017 für «Das Verschwinden von Josef Mengele».

In diesem bemerkenswert dokumentierten historischen Roman lässt uns der Autor durch ein Gerät von entsetzlicher Wirksamkeit die makabre Flucht des Nazi-Arztes Josef Mengele nach Südamerika erzählen, wo er am Ende des Zweiten Weltkriegs Zuflucht suchte.

Die unbedeutendsten Sorgen des Alltags und der unerträgliche Schrecken dessen, den man in Auschwitz «den Todesengel» nannte, verflechten sich in einer höllischen Sarabande, die uns an das erinnert, was Hannah Arendt auf ergreifende und endgültige Weise identifiziert hatte: die Banalität des Bösen.