Im Rat der europäischen Kulturminister verteidigte Aurélie Filippetti, Ministerin für Kultur und Kommunikation, staatliche Filmbeihilfen vor ihren Kulturministerkollegen und vor dem für Wettbewerb zuständigen Kommissar Joachim ALMUNIA.

Unterstützt durch konvergierende Interventionen aus einer Vielzahl von Ländern der Europäischen Union hat Frankreich daran erinnert, daß die Territorialisierung der Filmbeihilfen nicht nur der Verwirklichung des großen europäischen Filmmarktes nicht geschadet hat, Im Gegenteil, Koproduktionen und die Verbreitung von Werken wurden gefördert: Frankreich finanziert ein Viertel der europäischen Produktion und koproduziert 120 Filme mit 40 Ländern, 90% investieren in Europa. Ohne diese Koproduktionen könnten viele Mitgliedstaaten, die durch die Schwäche ihres Heimatmarktes benachteiligt sind, kein nationales Kino entwickeln, und die Verbraucher hätten nur Zugang zu einer begrenzten Anzahl von Filmen.

Kommissar Joachim Almunia hat diese Argumente zur Kenntnis genommen und seinen Willen bekräftigt, die kulturelle Identität jedes Landes der Union zu respektieren. Er rief dazu auf, die Konsultationen mit den Vertretern der Mitgliedstaaten fortzusetzen, um im Januar 2013 zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.

Aurélie Filippetti begrüßt die in dieser Diskussion erzielten Fortschritte und das konstruktive Klima und wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die verschiedenen bewährten Fördersysteme weiterhin bestehen und sich zugunsten der Schöpfung und der kulturelle Vielfalt.