Das Dekret Nr. 2017-1364 vom 20. September 2017, das heute im Amtsblatt veröffentlicht wird, erweitert die Gebühr für Videogramme auf alle kostenpflichtigen und kostenlosen Videoplattformen in Frankreich und im Ausland.

Diese "Videosteuer" von 2% wird dem Nationalen Zentrum für Film und Bewegtbild zur Finanzierung der Kreativförderung zugewiesen. Der Ursprung liegt bei physischen Videos (VHS/DVD) im Jahr 1993. Im Jahr 2004 wurde diese Gebühr auf französische Video-on-Demand-Websites ausgeweitet. 

Im Jahr 2013 hat das französische Parlament die Steuer auf im Ausland installierte Pay-TV-Plattformen auf ihren Umsatz in Frankreich durch ihre Abonnenten ausgeweitet. 2016 verabschiedete das Parlament eine neue Erweiterung für alle Plattformen, die überwiegend aus kostenlosen Videos bestehen, unabhängig davon, ob sie in Frankreich oder im Ausland ansässig sind. Sie betrifft in diesem Fall die Werbeeinnahmen dieser Plattformen. 

Diese beiden Erweiterungen, die der Europäischen Kommission zur Prüfung vorgelegt wurden, können nun durch die Veröffentlichung des Dekrets in Kraft treten.

"Es ist eine starke symbolische Maßnahme für die Welt der Schöpfung, erklärt Kulturministerin Françoise Nyssen. Dies ist ein weiterer Schritt zur Integration von Videoplattformen in das Ökosystem der Finanzierung französischer und europäischer Werke.

"Das ist auch der Sinn der Geschichte, präzisiert die Ministerin. Das französische Ökosystem zur Unterstützung des Film- und audiovisuellen Schaffens basiert auf einem einfachen Prinzip, das seit der Gründung des CNC vor mehr als 70 Jahren besteht: Alle Sender finanzieren die Kreation. Der CNC wurde zunächst von den Kinos finanziert, zu denen die Fernsehsender, dann die Video-Distributoren, die Telekommunikationsbetreiber und jetzt alle Online-Videoplattformen hinzukamen, die in Frankreich senden."