Audrey Azoulay, Ministerin für Kultur und Kommunikation, hat heute dem Ministerrat ein Dekret vorgelegt, das verschiedene Bestimmungen zum Beruf des Architekten enthält.

 

Dieses Dekret zieht die Konsequenzen aus dem Gesetz Nr. 2016-925 vom 7. Juli 2016 über die Freiheit der Schöpfung, die Architektur und das Kulturerbe, modernisiert die Wahlregeln des Architektenausschusses auf regionaler und nationaler Ebene, indem neue Parameter eingeführt werden, die die Parität und Repräsentativität der Gebiete fördern. Die Regionalräte der Architektenkammer entsprechen nun den neuen Regionen des Gesetzes Nr. 2015-991 vom 7. August 2015 über die neue territoriale Organisation der Republik. Mehrere Räte werden zusammengelegt, und die Anzahl der Berater wird an die Zahl der Teilnehmer pro Region angepasst, wobei die Gerechtigkeit aller Regionen auf nationaler Ebene gewahrt bleibt. Außerdem wurde ein gemeinsamer Regionalrat für La Réunion und Mayotte eingerichtet.

 

Das Dekret stärkt auch die Bekämpfung von Betrug und illegalen Unterschriften im Bereich der Bau- und Einrichtungsgenehmigungen, indem es den Architekten die Verpflichtung auferlegt, diese bei dem für sie zuständigen Regionalrat zu melden. In dem Dekret wird auch klargestellt, dass das Schweigen der Verwaltung über die bei den Regionalräten eingereichten Anträge auf Eintragung in das Regionalverzeichnis als stillschweigende Entscheidung über die Ablehnung gilt. Schließlich enthält das Dekret Bestimmungen, die es ermöglichen, alle sich entwickelnden beruflichen Praktiken zu integrieren. Damit werden die Maßnahmen zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und Strukturierung von Architekturbetrieben gemäß Maßnahme 27 der nationalen Architekturstrategie verstärkt. Auf diese Weise werden die Informationen, die in den Registern und Listen der Tabelle enthalten sein müssen, insbesondere in Bezug auf Zweigniederlassungen, künftig umfassender sein.