Das Ministerium für Kultur und Kommunikation veröffentlicht die Zusammenfassung 2011 der Tätigkeit der Stadtbibliotheken in Frankreich: Mit mehr als 7.500 Einrichtungen in Frankreich sind die Bibliotheken nach wie vor das wichtigste kulturelle Netzwerk in Frankreich.

Diese vom Ministerium für Kultur und Kommunikation herausgegebene Zusammenfassung für 2011 hebt eine Reihe wichtiger Trends hervor; Die im Jahr 2010 beobachtete gute Besucherzahl in Bibliotheken und ein starker Anstieg im Zeitraum 2006-2011 (+ 11 %)Rückgang der Buchleihe (-5 % im Vergleich zu 2006) und Zunahme der Ausleihe anderer Dokumente (insbesondere Ton- und Videodokumente: + 10 %), leichte Zunahme der Anschaffungskosten (+ 3 % im Vergleich zu 2010) Die Investitionsausgaben sind in den letzten drei Jahren jedoch stark zurückgegangen (-22 %).

Eine weitere wichtige Schlussfolgerung dieses Berichts ist, dass zwei Arten von Bibliotheken gute Ergebnisse erzielt haben: die Bibliotheken der ersten Ebene (diejenigen, die den anspruchsvollsten Bedingungen in Bezug auf Fläche, Personalqualifikation und Anschaffungskosten entsprechen) und Bibliotheken in ländlichen Gebieten (Gemeinden mit weniger als 5000 Einwohnern). In beiden Fällen liegen die Quoten um drei bis vier Punkte über dem nationalen Durchschnitt. Dieses Ergebnis spiegelt sowohl die von den Benutzern gewährte Prämie für die leistungsstärksten Einrichtungen als auch die zentrale Rolle der Bibliothek in Gebieten mit insgesamt geringerem Kulturangebot wider.

Die digitale Entwicklung der Bibliotheken nimmt zwar zu, wobei inzwischen 84 % der Einrichtungen über einen EDV-gestützten Katalog und 70 % über einen Internetzugang verfügen, in einigen Punkten jedoch noch erhebliche Fortschritte zu verzeichnen sind. Während 76 % der öffentlichen Bibliotheken in den USA E-Books ausleihen, geben nur 1,5 % der französischen Bibliotheken an, ihren Nutzern E-Books anzubieten. Dieser Unterschied wurde kürzlich auch in derStudie über das kommerzielle Angebot an digitalen Büchern für Bibliotheken vom Ministerium für Kultur und Kommunikation am 23. März veröffentlicht.

Der zusammenfassende Bericht 2011 und alle über die Website der Beobachtungsstelle für das öffentliche Lesen erhobenen Daten sind abrufbar unter:

www.beobachtungsöffentlichesKorrekturlesen.fr