Frédéric Mitterrand, Minister für Kultur und Kommunikation, besuchte Brüssel am Montag, 11. April 2011, um mit dem für Wettbewerb zuständigen Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Joaquín Almunia, und mehreren Mitgliedern des Europäischen Parlaments zusammenzutreffen, einschließlich Doris Pack, Vorsitzende des Kulturausschusses.

Zusammen mit Joaquín Almunia diskutierte der Minister das digitale Buch, dessen Preisregulierung Gegenstand eines Gesetzesvorschlags ist, der derzeit im französischen Parlament diskutiert wird. Er betonte die Herausforderungen der kulturellen Vielfalt, die im Mittelpunkt des Vorgehens der französischen Behörden stehen und die bereits die Annahme des Gesetzes über den Buchpreis durch die europäischen Institutionen begründet haben. Er betonte auch die französischen Prioritäten für die Zukunft der Filmförderungspolitik.

Mit Doris Pack, Malika Benarab-Attou, Marielle Gallo, Helga Trüpel, Marie-Thérèse Sanchez-Schmid, Jean-Marie Cavada und Henri Weber diskutierte Frédéric Mitterrand strategische europäische Themen für die Zukunft des Kultursektors. Neben dem E-Book befasste er sich mit der Frage der Mehrwertsteuer auf Kulturgüter, zu der der Präsident der Republik Jacques Toubon mit einer Mission betraute, sowie mit der Digitalisierung von Kulturgütern im Rahmen von Europeana. Er plädierte für die Autonomie und Konsolidierung der Programme KULTUR und MEDIA in der künftigen Finanziellen Vorausschau und für die Fortführung der Finanzierung von Europeana. Schließlich sprach er mit Marielle Gallo über die Bedeutung der Achtung der Rechte des geistigen Eigentums.