Frédéric Mitterrand, Minister für Kultur und Kommunikation, setzt die Arbeitsgruppe ein, die sich mit den Entwicklungsbedingungen der Agence France-Presse (AFP) befasst

Die fünf Mitglieder der Arbeitsgruppe, Henri Pigeat, Michèle Cotta, Fabrice Boé, Jean-Marie Colombani und Francis Teitgen, werden mit der Erstellung einer Diagnose der aktuellen Situation der AFP beauftragt; das wirtschaftliche Umfeld, in dem sie sich befindet, und ihre Position in einem zunehmend schwierigen Wettbewerbsumfeld. Er wird den Entwicklungsplan der Agentur und ihre Finanzierung im Zusammenhang mit ihrem Vertrag über Ziele und Mittel 2009-2013; und die Grundsätze einer Governance festlegen, die sowohl die redaktionelle Unabhängigkeit der AFP als auch die Mittel ihrer wirtschaftlichen Entwicklung gewährleistet. Auf diese Weise kann er die Regierung über die Bedingungen aufklären, unter denen die AFP ihre Struktur und ihren rechtlichen Status ändern muss.
Die Mission der fünf Sachverständigen setzt den Prozess fort, der im Frühjahr 2009 mit der Vorlage eines Berichts an die Regierung über die Modernisierung der Agentur durch den Generalpräsidenten der AFP eingeleitet wurde. Der Minister für Kultur und Kommunikation hält es für unerlässlich und dringend erforderlich, diese Reflexion im Lichte der doppelten Krise von 2009 zu bereichern: globale Wirtschaftskrise, und Krise des Modells der Pressefinanzierung, das durch die Verlagerung der Handelseinnahmen auf
den neuen Medien.
In dieser Hinsicht erinnerte Frédéric Mitterrand daran, dass die Modernisierung des Statuts der AFP kein «Tabu» sein darf und dass diese Entwicklung nur unter Achtung des Pluralismus, der redaktionellen Unabhängigkeit, erfolgen kann, und die Wahrung ihrer Aufgaben von allgemeinem Interesse.