Frankreich hat 1997 das UNESCO-Übereinkommen vom 14. November 1970 über Maßnahmen zum Verbot und zur Verhinderung der Einfuhr, Ausfuhr und Übertragung unerlaubten Eigentums an Kulturgütern ratifiziert. Seit diesem Zeitpunkt ist es Frankreich untersagt, illegal aus ihren Herkunftsländern exportierte Werke in die nationalen Sammlungen aufzunehmen.

Fünf Fragmente eines Wandgemäldes eines Grabes eines Prinzen aus der 18. ägyptischen Dynastie wurden in gutem Glauben 2000 und 2003 vom Louvre erworben. Im November 2008, nach der Wiederentdeckung dieser Fresken durch die Archäologen des Grabes, wurden ernsthafte Zweifel an der Rechtmäßigkeit ihrer Ausreise aus Ägypten geboren.

Seitdem hat es einen ständigen und intensiven Austausch zwischen dem Obersten Rat der ägyptischen Altertümer und dem Ministerium für Kultur und Kommunikation gegeben. Auf dieser Grundlage berief Frédéric Mitterrand heute die aus 35 Experten bestehende nationale wissenschaftliche Kommission der Museen Frankreichs ein, um eine Stellungnahme zur Herkunft der Fresken und deren Herausgabe aus den Sammlungen des Louvre abzugeben.

Der Ausschuß hat soeben einstimmig für die Stillegung der Werke gestimmt. Der Minister beschloss sofort, dieser Stellungnahme zu folgen und den Erlass zu unterzeichnen, der es diesen Fragmenten ermöglichen wird, ihren Herkunftsort wiederherzustellen.

Mit dieser beispielhaften Entscheidung möchte Frédéric Mitterrand den Willen des Ministeriums für Kultur und Kommunikation und des Louvre-Museums zum Ausdruck bringen, entschlossen gegen den illegalen Handel mit Kulturgütern vorzugehen und insbesondere ihr Engagement für die Einhaltung der von Frankreich in diesem Bereich ratifizierten internationalen Übereinkommen.