Der Zugang zu Kultur für Personen, die der Justiz unterstellt sind, ist ebenso wie Bildung oder Gesundheit ein Recht (Strafprozessordnung/ Artikel D 440). In dieser Funktion haben das Kulturministerium und das Justizministerium seit über 20 Jahren eine Partnerschaft geschlossen.

In diesem Rahmen haben die Direktion für Kulturangelegenheiten - Indischer Ozean (DAC oI) und die Strafvollzugsanstalt La Réunion (SPIP) bekräftigen ihr Bestreben, alle künstlerischen und kulturellen Projekte zu unterstützen und zu fördern, die zur sozialen und beruflichen Eingliederung und zur persönlichen Aufwertung beitragen und so zur Verhütung von Rückfällen beitragen.

 Diese Partnerschaft zielt darauf ab,

• Entwicklung spezifischer kultureller Aktivitäten in Strafvollzugsanstalten für die größte Anzahl von Häftlingen

• Förderung des Lesens und der Beherrschung der Sprache im Rahmen von Aktionen zur Aufwertung der Bibliotheken/Mediatheken der drei betroffenen Strafvollzugsanstalten

• Stärkung der Verbindungen zu künstlerischen und kulturellen Netzwerken

• Registrierung von Strafvollzugsanstalten bei nationalen und lokalen Kulturveranstaltungen

• Die Aufwertung von Aktivitäten im Strafvollzug außerhalb.

 

Folgende Bereiche kommen für diese Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen in Betracht :

 

• Analphabetismus und Entwicklung des Lesens

• Kulturerbe

• Künstlerisches und kulturelles Schaffen

 

Art der Vorhaben:

 

• Schreib-, Bildende-, Kunst-, Multimedia-, audiovisuelle Workshops

• Sensibilisierung für zeitgenössisches Schaffen

• Kreation, Verbreitung im Bereich der bildenden Kunst, des darstellenden Sehens, des audiovisuellen Sektors

• Aktionen im Rahmen lokaler und nationaler Kulturveranstaltungen

• Alle Aktionen in Partnerschaft mit einer Kulturinstitution.

 

Besonderheit der in Haft befindlichen kulturellen Aktionen:

 

➢ Als staatlich beauftragter Akteur in einer Strafanstalt muss der Künstler eine Moral und eine Rede haben, die den institutionellen Richtlinien entspricht (Die Kopie eines Personalausweises wird von jeder Person verlangt, die Zugang zu einer Strafanstalt wünscht, um unter anderem zu überprüfen, ob eine Eintragung in das Strafregister des Streithelfers vorliegt).

Als staatlich beauftragter Akteur in einer Strafanstalt muss der Künstler ein respektvolles Verhalten und eine respektvolle Kleidung gegenüber den inhaftierten Personen haben und dabei einen beruflichen Abstand wahren (insbesondere keinen Informationsaustausch innerhalb und außerhalb).

➢ Aus Sicherheitsgründen muss das in der Einrichtung einzuführende Unterrichtsmaterial mindestens einen Monat vor dem Eingriff von der Gefängnisverwaltung genehmigt werden. Der Interviewer muss in der Lage sein, die gefährlichen Gegenstände oder Informationsspeichersysteme (PC, USB-Stick...) so weit wie möglich zu entfernen. Derzeit verbietet die Verwaltung die Einführung von Mac-Hardware in Strafvollzugsanstalten.

Auch aus Sicherheitsgründen werden in den Praxisworkshops nicht mehr als 8 Praktikanten und durchschnittlich 40 Zuschauer aufgeführt.

➢ Das gesamte für die Aktivität erforderliche Material muss vom Dienstleister bereitgestellt werden. Die Verwaltung wird keine Materialien (Töne und Bilder, Fußmatten,...) zur Verfügung stellen. Der Preis einer eventuellen Miete muss in die Gesamtkosten des Projekts einbezogen werden.

 

Die Anträge sind bis spätestens Montag, 30. April 2018 per E-Mail an die DAC-oI und das SPIP zu richten:

 

guilene.tacoun@culture.gouv.fr  Tel. 02 62 21 91 47

martine.nativel@culture.gouv.fr  Tel. 02 62 21 95 48

sophie.peyret@justice.fr           Tel. 02 62 31 27 01

genevieve.grondin@justice.fr     Tel. 06 93 20 47 20

 

Der Lenkungsausschuss, der sich aus Vertretern der DAC oI und des SPIP zusammensetzt, tritt innerhalb von Wochen nach Abschluss der Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zusammen

 

DAC oI Kommunikation

francoise.kersebet@culture.gouv.fr