Die Kulturministerin Roselyne Bachelot-Narquin überreichte Sophie Benech heute den Großen Preis der Gesellschaft der Literaten und des Kulturministeriums für das Übersetzungswerk.

Nach dem Studium der klassischen Literatur an der Sorbonne wurde Sophie Benech Übersetzerin in Russland für verschiedene Verlagshäuser (Actes sud, José Corti, Gallimard, Le Bruit du temps und Verdier). Sie übersetzte große russische Texte, die klassisch geworden waren, und machte die kraftvollen, starken und oft schmerzhaften Stimmen führender Schriftsteller zugänglich. So bietet sie dem französischen Publikum zahlreiche Texte wie die Erzählungen und das Theater von Leonid Andrejew, die Texte von Isaak Babel über die russische Revolution, Die Geschichten der Kolyma von Varlam Chamalov, Anschluss von Boris Pasternak, Hoffnungslos Nadejda Mandelstam oder die Poesie von Anna Akhmatova. Unter den zeitgenössischen Autoren, die Sophie Benech übersetzt hat, nimmt Svetlana Alexievitch, Nobelpreisträgerin für Literatur im Jahr 2015, einen zentralen Platz ein.

Parallel zu ihrer Tätigkeit als Übersetzerin gründete Sophie Benech mit ihrem Vater den Verlag Interferenzen.

Sophie Benech stellte ihr immenses Talent und ihre Arbeitskraft in den Dienst der Universalität der Briefe.

Das Kulturministerium ist seit 2017 Partner des Großen Preises für Übersetzungsarbeit. Dieser Preis zeichnet jedes Jahr einen emeritierten Übersetzer oder eine Übersetzerin aus, deren Arbeit zur redaktionellen Vielfalt und zum Dialog zwischen den Sprachen beiträgt. Der Preis wird von einer Jury aus Übersetzern und Autoren der SGDL vergeben.

Dieser Preis ist Teil der öffentlichen Politik des Kulturministeriums zur aktiven Unterstützung von Übersetzungen und Übersetzern. Diese Politik, die von ihrem Betreiber, dem Centre National du Livre, umgesetzt wird, zielt darauf ab, sowohl die Übersetzung französischsprachiger Werke in andere Sprachen als auch die Übersetzung fremdsprachiger Werke ins Französische zu fördern.