Roselyne Bachelot-Narquin gratuliert den Gewinnern des Renaudot-Preises und des Goncourt-Preises 2021, Amélie Nothomb und Mohamed Mbougar Sarr.

Amélie Nothomb für ihren Roman belohnen Premier Sang (Albin Michel), die Jury des Renaudot-Preises, zeichnet ein virtuoses Werk aus, das ebenso komplex wie berührend ist. In dieser fiktiven Autobiographie seines eigenen Vaters, die in der ersten Person geschrieben wurde, widmet ihm die Autorin eine skurrile und besonders bewegende Hommage, in der die Erzählung zwischen Familien- und Nationalgeschichte, sozialem und intimem Fresko schwankt.

Mohamed Mbougar Sarr erhielt den Goncourt-Preis für seinen vierten Roman, Das geheimste Gedächtnis der MenschenMit 31 Jahren wurde er einer der jüngsten Preisträger. Dieses Buch, das von der französischen Ausgabe Philippe Rey und der senegalesischen Ausgabe Jimsaan mitherausgegeben wird, trägt die Farben der Frankophonie.

In einer spannenden Untersuchung führt Mohamed Mbougar Sarr den Leser in die Fußstapfen des senegalesischen Schriftstellers T. C. Elimane, der nach der Veröffentlichung seines Hauptwerks verschwunden ist, Das Labyrinth des Unmenschlichen. Mit einer kraftvollen Prosa, die romanische Erzählungen, fiktive Zeitungen und gefälschte Archive kombiniert, beschäftigt sich der Schriftsteller intensiv mit den positiven oder bösen Kräften der Literatur.