Am 1. Juli 2022 trat ein Erlass der Kulturministerin Rima Abdul Malak in Kraft, mit dem eine Mindestvergütung für das Streaming für alle ausübenden Künstler und Plattenlabels garantiert wurde. Dieses weltweit beispiellose Instrument zeugt von der Fähigkeit der französischen Musikakteure, Antworten auf die Wertteilung im Bereich der Online-Musik zu geben.

Das Gesetz sieht in Artikel L. 212-14 des Gesetzes über den gewerblichen Rechtsschutz das Inkrafttreten der Vereinbarung vom 12. Mai 2022 vor, die die Situation der betroffenen Künstler ganz konkret verbessert:

- Alle ausübenden Künstler, die anteilige Tantiemen erhalten, haben jetzt Tantiemen von mehr als zehn Prozent oder deutlich mehr (28 %, wenn der Produzent seine Aufnahmen in Lizenz verwertet). Sie haben Anspruch auf einen Mindestvorschuss des Produzenten von 1000 Euro pro unveröffentlichtem Album. Dieser Betrag, der Gegenstand einer solidarischen Übernahme innerhalb des Sektors sein wird, wird zunächst mindestens auf 500 EUR festgesetzt, wenn der Erzeuger ein sehr kleines Unternehmen ist. Die vertraglichen Freibeträge, die auf die von den Künstlern erhobenen Gebühren angewandt werden können, sind begrenzt. Schließlich muß der im Vertrag vorgesehene Zinssatz im Falle eines bedeutenden Erfolgs erhöht werden.

- Musiker, die im Wesentlichen mit einem Stempel bezahlt werden, erhalten im Rahmen des Streamings eine zusätzliche Pauschalvergütung von 100 Euro pro Musiker für ein 40-minütiges Album. Sie werden auch zusätzliche Summen erhalten, wenn die in der Vereinbarung festgelegten Erfolge erreicht werden: 34 Euro für 7,5 Millionen Abhörvorgänge, 42 Euro mehr über 15 Millionen, 50 Euro mehr über 30 Millionen, dann 59 Euro mehrüber 50 Millionen und ein Vielfaches dieses Schwellenwerts.

Die Ministerin begrüßt das Engagement der Branche, das diesen historischen Fortschritt ermöglicht hat, dank der einstimmigen Zustimmung aller Gewerkschaftsverbände, Erzeugerorganisationen und Organisationen für die kollektive Rechtewahrnehmung. Sie dankt dem Musikbeauftragten Jean-Philippe Mochon und den Teams des Ministeriums, die dieses Ergebnis ermöglicht haben. Rima Abdul Malak wird an ihrer Seite stehen, um diese Vereinbarung durchzusetzen und gemeinsam mit dem Centre National de la Musique und allen beteiligten Partnern die Zukunft der Musikproduktion in Frankreich zu gestalten.