Die Kulturministerin begrüßte gestern die Filmschaffenden und alle Rundfunkanstalten zur Unterzeichnung einer neuen Branchenvereinbarung, der sogenannten «Chronologie der Medien», die die Reihenfolge der Filmveröffentlichungen auf den verschiedenen Verwertungskanälen regelt (Kino, DVD, Pay-per-View-Video, Pay-TV, Pay-per-Abonnement usw.).

Die Integration der Plattformen in das französische Modell für die Finanzierung des kreativen Schaffens durch das Dekret über audiovisuelle Mediendienste auf Abruf (SMAD-Dekret) vom 22. Juni 2021 erforderte eine Überarbeitung der vorherigen Vereinbarung über die Medienchronologie (2018)Dies ist vor den Anforderungen an Abonnementplattformen.

Das neue Abkommen, das mit der Mediation der öffentlichen Hand ausgehandelt wurde, verfolgt das dreifache Ziel, den Zuschauern den größtmöglichen Zugang zu den Werken zu gewährleisten, die Investitionen der Akteure des Rundfunks in die Produktion, und die Entwicklung des Filmschaffens in all seiner Vielfalt.

Es gelang ihm, sowohl die Erhaltung als auch die Aufwertung des «Fensters» des Kinos zu ermöglichen, eine globale Verkürzung der Fristen (die Zeitleiste, die sich über insgesamt 44 Monate erstreckte, ist im aktuellen Abkommen auf 36 Monate verkürzt) und einen erheblichen Fortschritt beim «Pay-TV-Fenster» (8 bis 6 Monate) und bei den Pay-per-Abonnement-Plattformen (36 bis 17 oder 15 Monate), ohne die historischen Sender (Pay-TV und kostenloses Fernsehen) zu destabilisierendie wichtigsten Geldgeber des französischen Films.

Die Unterzeichnung dieser Vereinbarung vervollständigt somit die Umsetzung der Richtlinie «Audiovisuelle Mediendienste» (SMA), nachdem der regulatorische Teil dieser Umsetzung am 31. Dezember durch die Veröffentlichung von 5 Dekreten zur Ergänzung des SMAD-Dekrets vom 22. Juni 2021 abgeschlossen wurde. So hat sich der Präsident der Republik am 6. Mai 2020 vor der Welt der Kultur und vor allen Franzosen verpflichtet, die Plattformen zur Finanzierung französischer und europäischer Werke beizutragen, mit einem Ehrgeiz, der in der übrigen Europäischen Union nicht vergleichbar ist. So ist Frankreich bei der Umsetzung der AVMD-Richtlinie führend gewesen.

Die Kulturministerin möchte das Engagement aller Beteiligten für die in den letzten Monaten stark mobilisierten Diskussionen und ihren bemerkenswerten Geist der kollektiven Verantwortung, der es ermöglichte, schwierige Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, würdigen wesentlich.