Die französischen Buchhandlungen im Ausland beteiligen sich an der weltweiten Verbreitung der französischen Literatur und des französischen Denkens und stellen eine kulturelle und wirtschaftliche Herausforderung von höchster Bedeutung dar.

Die Gesundheitskrise hat dieses Netz geschwächt, während im Gegensatz zu den Buchhandlungen in Frankreich (Metropole und DROM) diese Buchhandlungen im Ausland nicht von dem durch das Gesetz vom 10. August 1981 eingeführten einheitlichen Buchpreissystem profitieren. Sie müssen jedoch hohe Anflugkosten berücksichtigen und praktizieren daher einen nicht regulierten Verkaufspreis, der trotz der Qualität ihrer Arbeit weniger wettbewerbsfähig sein kann als andere Lieferkanäle.

Auf Initiative des Ministeriums für Kultur in Verbindung mit den einschlägigen branchenübergreifenden Strukturen, insbesondere dem Internationalen Büro für französische Veröffentlichungen, den Vertriebs- und Exportsendern französischer Verlage einerseits, und französische Buchhandlungen im Ausland beschlossen, ihre Kräfte zu vereinen. Nach mehreren Monaten der Abstimmung haben sie eine «Charta über die kommerziellen und logistischen Verwendungen für französische Buchhandlungen im Ausland» erstellt, die einen erneuerten Handelsrahmen schafft, der die Bedeutung, die Besonderheiten und die Qualitäten dieses Netzes anerkennt.

In Anerkennung der Qualität der Arbeit und des Beitrags dieser Buchhandlungen zur Verbreitung des französischen Buches im Ausland setzt sie sich insbesondere für zwei Dinge ein:

- für die Exportveranstalter der französischen Verleger die Verpflichtung, diese Elemente in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen positiv zu berücksichtigen;

- und für die Händler die Verpflichtung, die für das Handels- und Geschäftsmodell dieser Buchhandlungen grundlegenden Vorlaufzeiten zu verkürzen.
Die Charta über die kommerziellen und logistischen Verwendungen für französische Buchhandlungen im Ausland wurde am 15. Dezember von der Syndicat National de l'Edition und der Association International des Libraires Francophones unterzeichnet. Diese bedeutende Entwicklung steht in vollem Einklang mit den Generalständen des französischen Buches von Tunis, die Ende September 2021 stattfanden.