Der Renaudot-Preis und der Goncourt-Preis krönen jedes Jahr zwei herausragende Romane und ihre Autoren, ein Höhepunkt des literarischen Wiedereintritts und ein Symbol für die Verbundenheit der Franzosen mit dem Lesen.

Kulturministerin Rima Abdul Malak gratuliert den beiden Autoren. Sie grüßt zwei leuchtende und kraftvolle Romane, die das Intime, den Verlust, den Rock am Körper, die Zeit, die vergeht und die man festhalten möchte, den Glühen der Liebe inszenieren, um uns das Herz zu berühren.

Mit Vivre vite von Brigitte Giraud zeichnet die Jury des Prix Goncourt ein sehr persönliches Werk aus, das seit zwei Jahrzehnten untersucht, was es heißt, zu wachsen und wie der Übergang von der Zeit in unser Leben ist.

Mehr als zwanzig Jahre nach dem Tod ihres Mannes bei einem Verkehrsunfall macht Brigitte Giraud die Frage, die die Überlebenden verfolgt, zu einer literarischen Inspiration: Was wäre sonst gewesen? Mit der Frage, was nicht hätte geschehen können, lässt die Schriftstellerin ein Paar, eine Generation, einen bestimmten Lebensstil wieder aufleben, der sich in Freiheit und Rock'n'Roll verliebt.

Dieses Jahr wird Simon Liberati mit dem Renaudot-Preis für Performance ausgezeichnet. Der ikonoklastische Roman, tief und bescheiden menschlich, taucht den Leser in die Haut eines alternden Mannes ein, eines atemlosen Schriftstellers, gefangen zwischen der Mini-Serie, die er über die Rolling Stones schreiben muss, und den Abenteuern eines schwefeligen persönlichen Lebens.