Mit dem 1925 geborenen Architekten und Stadtplaner Roland Schweitzer, ehemaliger Schüler von Auguste Perret und Jean Prouvé, verschwand eine dienende Figur der Architektur. 

Seit den 1960er Jahren ist Roland Schweitzer einer der Pioniere der Rückkehr des Holzes in die Architektur, deren Verwendung er in seinen Werken erneuert. Als begeisterter Verfechter dieses Materials schöpfte er seine Inspiration aus der Volksarchitektur, insbesondere aus Japan, das er lange studiert hatte, und aus der skandinavischen Kultur. Er achtet auf einen ökologischen und nachhaltigen Ansatz beim Bauen und achtet besonders darauf, eine Harmonie und Kontinuität zwischen dem Gebäude, seiner Geschichte und der natürlichen Umgebung zu schaffen.

Als Lehrer engagiert er sich in seiner Rolle als Lehrer und schöpft aus seiner Praxis sowie aus seiner legendären und weltweiten Kultur der Holzbaukunst.

Als Architekt und Staatsrat, insbesondere in der Direktion Architektur, trug er früh zu den Überlegungen der europäischen Instanzen über die Übertragungswege und die Bedingungen der Ausübung der Architektur bei. Ab den 2000er Jahren war er eingeladen, zahlreiche Vorträge in Frankreich und weltweit zu halten.

Seine einfache und raffinierte Architektur prägte die Produktion der zweiten Hälfte des XXe Jahrhundert und viele seiner Werke wurden vom Ministerium für Kultur als «Bemerkenswerte zeitgenössische Architektur» bezeichnet. Er war Ehrenmitglied der Akademie für Architektur.

Die Kulturministerin richtet ihre Gedanken an ihre Familie und ihre Angehörigen sowie an ihre Schüler und alle, deren berufliche und intellektuelle Laufbahn sie geprägt hat.