Wer das Wort «Mode» hört, stellt sich das Gesicht, die Brille und die Silhouette von Karl Lagerfeld vor.

Er verkörperte die Mode so sehr wie er sie formte.

Die Figur, die er sich aufgebaut hatte, das Geheimnis, das er trug, die getönten Gläser, hinter denen er sich versteckte, hatten ihn zu einem Mythos gemacht; zu einem Teil unserer Populärkultur, zu einem Teil unseres Landes.

Geboren in Deutschland, hatte er sich schon früh für Frankreich entschieden und beschloss, sein Leben der Kultur zu widmen: durch Mode, aber auch durch Fotografie, Design und Bücher, die er gerne veröffentlichte und ausgiebig las.

Karl Lagerfeld war ein Stilmensch, ein Literat, einer der größten Botschafter der französischen Eleganz. 

Sein außergewöhnlicher Werdegang führte ihn in das Herz der größten Häuser: Pierre Balmain, Jean Patou, Chloé, dann Fendi - dessen künstlerischer Leiter er seit über 50 Jahren ist - und natürlich Chanel - die er seit über 35 Jahren leitete.

«Der Luxus», sagte er mit seinem legendären Geschmack des guten Wortes: «Es ist geistige Freiheit, Unabhängigkeit: kurz, politisch inkorrekt.»

Wir werden seine Freiheit, seine Unabhängigkeit, sein Charisma, seinen Humor und sein Talent vermissen.

Mode verliert heute einen ihrer größten Namen. Und die Welt, einer ihrer größten Schöpfer.