Roselyne Bachelot-Narquin, Kulturministerin, hat mit Trauer vom Verschwinden des großen bildenden Künstlers Christian Boltanski erfahren.

Als Autodidakt begann Christian Boltanski schon in jungen Jahren mit der Malerei und schuf zahlreiche Gemälde, die unter anderem historische Szenen darstellen. Anschließend gab er die Malerei auf und äußerte sich in zahlreichen künstlerischen Disziplinen, darunter Schreiben, Video, Fotografie und Installationen. Er wird seine erste Ausstellung 1968 mit Marionetten in menschlicher Größe und einem Film mit dem Titel "Das Leben unmöglich" zeigen.

In seiner Kindheit von der Schoah geprägt, zeugt sein reichhaltiges und vielseitiges Werk von seiner Besessenheit mit dem Kampf gegen das Vergessen und das Verschwinden. Er wird visuelle und akustische Installationen mit Objekten durchführen, die ihm nicht gehören, aber die er sich aneignet, um einen Moment des Lebens wiederherzustellen und die Spuren zu bezeugen, die jeder nach seinem Tod hinterlässt. Diese riesigen, vergänglichen Installationen fangen die Zuschauer ein und verursachen intensive Emotionen.

So präsentierte er bei der Veranstaltung "Monumenta" im Januar 2010 im Grand Palais PersonenEine gigantische Anlage aus zusammengepferchter Kleidung, die an den Holocaust erinnert.

2011 vertrat er Frankreich auf der Biennale von Venedig mit einem beeindruckenden Metallband, das unendlich viele Gesichter von Säuglingen entfaltet.

Seine letzte große Ausstellung mit dem Titel "Machen Sie Ihre Zeit", die 2019-2020 im Centre Pompidou gezeigt wurde, erlaubte es, durch sein Werk zu schlendern.

Als international renommierter Künstler installierte er permanente Werke auf der ganzen Welt, darunter in Japan mit Das Archiv des Herzensund in Australien mit Die letzten Jahre von CB.

Christian Boltanski war Ritter der Ehrenlegion und Komtur der Künste und Literatur.

Roselyne Bachelot-Narquin spricht ihrer Frau Annette Messager, ihrer Familie und ihren Angehörigen ihr aufrichtiges Beileid aus.