Roselyne Bachelot-Narquin, Kulturministerin, gratuliert Jean Rolin, dem Preisträger des Joseph-Kessel-Preises des Festivals von Saint-Malo Etonnants Voyageurs für sein Buch Die Brücke von Bezons (P.O.L.).

Der Autor erinnert uns in diesem schönen Buch daran, dass die Reise in Reichweite ist. Während seiner Wanderungen am Ufer der Seine, zwischen Melun und Mantes-la-Jolie, lässt er uns seinen Blick auf verlassene Orte am Stadtrand von Paris teilen. Der Weg des Schriftstellers ist eine Einladung zum Reisen, sowohl innen als auch außen. Jean Rolin genießt es, aus vergessenen Details die Geheimnisse dieser peripheren Welt zu enthüllen und uns schließlich eine persönliche Geschichte zu erzählen. Die Feder des Schriftstellers, der als großer Reporter tätig war, steht in der Tradition von Joseph Kessel.

Im Bild von Die Frontlinie: eine Reise ins südliche Afrika (Ausgaben des Runden Tisches, 1988), der mit dem Albert-London-Preis ausgezeichnet wurde, oder Die Organisation (Gallimard, 1996), Jean Rolins literarisches Genre, steht an der Schnittstelle von Roman, Autobiographie und Essay. Abenteuer und Menschlichkeit sind der rote Faden seines großzügigen Werks.

Das internationale Buch- und Filmfestival von Saint-Malo, das vom 22. bis 24. Mai stattfand, lädt ein, durch die Literatur zu reisen. Die Kulturministerin würdigt erneut ihren im Januar verstorbenen Gründer Michel Le Bris.