Anlässlich des deutsch-französischen Ministerrates, der am 22. Januar 2023, dem Jahrestag des Elysée-Vertrags, unter dem Vorsitz der Französischen Republik tagte, erklärte die französische Kulturministerin Rima Abdul Malak, Frau Claudia Roth, Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, hat beschlossen, in den kommenden Jahren gemeinsam an der Umsetzung neuer gemeinsamer Projekte zu arbeiten.

1 - Zusammenarbeit bei der Einführung eines Kulturpasses

Frankreich und Deutschland bekräftigten ihr gemeinsames Engagement für den Zugang zur Kultur für alle, insbesondere für die Jugend. Bei einem Treffen am 24. November in Berlin unterzeichneten sie eine Absichtserklärung für die Umsetzung einer kulturellen Zusammenarbeit rund um den Kulturpass, der in Frankreich und in mehreren europäischen Ländern umgesetzt wird. Diese sieht die Unterzeichnung eines Durchführungsabkommens vor, um die Bemühungen Deutschlands zu unterstützen, eine Online-Plattform aufzubauen, um den Zugang der jungen Generation zur Kultur auf seinem Territorium zu fördern, basierend auf dem französischen Modell. Das Projekt wird von April bis Juni 2023 in Deutschland umgesetzt.

2 - Einrichtung eines deutsch-französischen Herkunftsforschungsfonds

Frankreich und Deutschland begrüßen die heutige Unterzeichnung eines Abkommens über die Einrichtung eines deutsch-französischen Fonds zur Förderung der Suche nach Kulturgütern, die in Afrika südlich der Sahara produziert werden. Dieses Abkommen zielt darauf ab, durch eine gemeinsame Initiative die von den beiden Ländern bereits unternommenen Anstrengungen zur Förderung der Provenienzforschung zu verstärken, einen gemeinsamen wissenschaftlichen Ansatz aufzubauen und die Ergebnisse zu teilen.