Die Kulturministerin Roselyne Bachelot-Narquin gab ihre Zustimmung zu dem Vorschlag, Olivier Letellier in die Leitung der Tréteaux de France zu ernennen, dem nationalen Schauspielzentrum.

Der 1972 geborene Olivier Letellier wurde an der Ecole Internationale Jacques Lecoq ausgebildet, bevor er in Champigny-sur-Marne die Compagnie du Théâtre du Phare gründete und Künstler am Théâtre National de Chaillot, am Théâtre de la Ville in Paris, im Grand T in Nantes, in der Filature - Nationale Bühne in Mulhouse und im Théâtre de la Manufacture - Nationales Theaterzentrum Nancy-Lothringen. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur ist er als Pädagoge in Theaterausbildungen sowie bei zirkassischen Auszubildenden tätig.

Olivier Letellier ist bekannt für seine anspruchsvollen Shows für das junge Publikum und möchte die Tréteaux de France zu einem Instrument machen, das sich in erster Linie an die Jugend richtet, aber ein viel breiteres Publikum erreichen soll, insbesondere das Novizenpublikum, in ihrer Erfahrung als Zuschauer. Er verteidigt damit ein Volkstheater, das zusammenbringt, weil es die gesamte Gesellschaft betrifft, hinterfragt und zum Träumen bringt. Caroline Girard, Catherine Verlaguet, Sacha Todorov, Simon Dusart und Pauline Van Lancker werden zusammen mit Olivier Letellier ein Künstlerkomitee bilden, das die Tätigkeit des Nationalen Wander-Theaterzentrums lenken wird. Die Tréteaux de France werden auch weiterhin, immer mehr, eine imaginäre Fabrik sein, in der die Autoren eine zentrale Stellung einnehmen und jedem anbieten, die Welt um sie herum zu lesen, Ideen auszutauschen, um die andere besser zu akzeptieren.

Das Roaming wird sich überall, an Orten, die nicht dem Spektakel gewidmet sind, in Ergänzung zum mittlerweile dichten Bühnennetz des Landes entfalten.

Olivier Letellier wird am 1. Juli 2022 sein Amt als Nachfolger von Robin Renucci antreten. Roselyne Bachelot-Narquin begrüßt seine bemerkenswerte Tätigkeit seit 2011 an der Spitze der Tréteaux de France, deren Identität er erneuert hat, indem er eng Kreation, Begegnung mit dem Publikum, Übertragung durch künstlerische Praxis und Volksbildung mischte.