Die zufällige Entdeckung eines unterirdischen Netzes, das zu einer eindrucksvollen Höhle führt, die in der Bronzezeit (2 200/800 v. Chr.) besetzt war, enthüllt die Existenz einer der größten bisher bekannten Grabhöhlen in Frankreich.

Diese Entdeckung, die von ihren Erfindern als «Netz des Einhorns» bezeichnet wird, hat sowohl wegen ihres archäologischen Reichtums als auch wegen ihres Erhaltungszustandes einen außergewöhnlichen Charakter, da sie über einen linearen Kilometer von Galerien in fast zwanzig Metern Tiefe verfügt (Fußspuren; viele Keramiken, darunter mehrere Dutzend intakte: Schalen, Vasen, Töpfe, Teller...; menschliche und tierische Überreste...). Es hat ein bemerkenswertes wissenschaftliches Potential, das noch zu bestimmen ist, aber bis heute wahrscheinlich unterschätzt wird, für die Dokumentation und Kenntnis der Grabtraditionen der Bronzezeit. Die sehr große Größe des Einhorns und seine Anwesenheit über ein Jahrtausend deuten auf einen komplexen archäologischen Kontext hin, dessen Untersuchung für die kommenden Jahre eine wissenschaftliche Herausforderung darstellt.

Im Februar 2021 von Speläologen bei Straßenarbeiten in der Delegierten Gemeinde Saint-Projet-Saint-Constant (La Rochefoucauld-en-Angoumois) in der Charente entdeckt, wird Anfang April 2021 vom Regionalen Archäologischen Dienst (SRA) ein erstes Gutachten in Auftrag gegeben der Regionaldirektion für kulturelle Angelegenheiten (DRAC) von Nouvelle-Aquitaine. Nach der Beglaubigung wird diese Entdeckung von den Mitgliedern der Vereinigung für speläologische Forschung von La Rochefoucauld (ARS-LR), ihren Entdeckern, als «Netzwerk des Einhorns» bezeichnet. Die ersten Ergebnisse bestätigen die Bedeutung der Entdeckung und ihre sehr wahrscheinliche Datierung in die Bronzezeit. Im Juni 2021 fand ein zweites Gutachten von Protohistorikern statt, um den beeindruckenden archäologischen Inhalt zu dokumentieren und seine Datierung zu bestätigen.

Das Engagement und die Sachkenntnis der staatlichen Stellen bei der Erhaltung dieses archäologischen Erbes in Verbindung mit den betroffenen Akteuren haben eine wichtige Rolle gespielt. Die Priorität des Ministeriums für Kultur ist es, diesen außergewöhnlichen Ort von großer Zerbrechlichkeit zu erhalten. Dies setzt voraus, die Umweltbedingungen zu verstehen, die die Erhaltung dieses 3 bis 4 Jahrtausende alten Geländes ermöglicht haben, um es zu erhalten.

Das Kulturministerium wird über seine archäologischen Dienste seine enge Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren fortsetzen, damit dieser außergewöhnliche Ort die Geheimnisse der Bronzezeit lüftet und das Wissen über diese Zeit vertieft wird.

 

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