Das Ministerium für Kultur engagiert sich aktiv für die Bekämpfung aller Formen von Ungleichheit, Diskriminierung und Gewalt. Seit 2017 war es das erste Ministerium, das das doppelte Afnor-Siegel für berufliche Gleichheit und Vielfalt erhielt; seitdem setzt es sich für seine Verwaltung, seine öffentlichen Einrichtungen und die Kulturpolitik im weitesten Sinne des Wortes ein, Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern sowie zur Verhütung und Bekämpfung geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt.

In diesem Rahmen wurde allen Mitarbeitern und Studenten des Ministeriums eine seit 2017 aktive Abhörstelle zur Verfügung gestellt, um ihnen rechtliche und psychologische Unterstützung anzubieten.

Darüber hinaus werden Schulungen zur Prävention und Bekämpfung geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt für alle Verwaltungs-, Lehrer- und Studentengemeinschaften des Kulturministeriums angeboten.

Das Ministerium unterstützt die 99 Hochschulen im Bereich Kunst und Kultur, unabhängig davon, ob sie den Status einer staatlichen Einrichtung haben oder ob das Kulturministerium nur eine pädagogische Betreuung gewährleistet.

Fast die Hälfte dieser Schulen verfügt bereits über ethische Charta für Gleichheit und Vielfalt, die sich mit der Prävention und Bekämpfung von Gewalt befassen muss.

Im Februar 2020 startete das Ministerium eine Umfrage zur Wahrnehmung von geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt und Belästigung in der künstlerischen und kulturellen Hochschulbildung. Diese völlig anonyme Umfrage richtete sich an die Lehrkräfte, Verwaltungs- und technischen Mitarbeiter der 99 Schulen sowie an die 37'000 Schüler, die an den Schulen der Kultur studieren (Architektur und Landschaft, Kunst und Design, darstellende Kunst, Kino, Kulturerbe).

Diese Umfrage von nie dagewesenem Umfang erhielt 9.404 Antworten, von denen drei Viertel Studentinnen und Studenten waren. Die Ergebnisse und ihre Analysen wurden den Schulleitungsteams sowie den Vertreterinnen und Vertretern des Personals und der Studierenden übermittelt.

Diese Ergebnisse zeigen mehrere potenziell schwerwiegende Situationen oder Ereignisse. Die deklarativen und anonymen Antworten der Umfrage machen uns auf die Notwendigkeit aufmerksam, weiterhin Verfahren und Lösungen zu ermitteln, die ein respektvolles Studien- und Arbeitsumfeld für alle gewährleisten.

Im Einklang mit dem seit 2017 aufgestellten Aktionsplan wird das Ministerium für Kultur die Schulen bei der Umsetzung geeigneter Aktionspläne in Bezug auf Wortsammlung, Disziplinarmaßnahmen oder gegebenenfalls strafrechtliche Sanktionen unterstützen Sensibilisierung der Verwaltungs- und Bildungsteams sowie der Studentengemeinschaft.