Françoise Nyssen, Kulturministerin, beschließt auf Vorschlag des Nationalrates der Städte und Länder der Kunst und Geschichte, den Städten Brest und Gaillac das Label "Stadt der Kunst und der Geschichte" zu verleihen und das Label "Land der Kunst und der Geschichte" zu erweitern zwei bereits mit dem Gütezeichen versehene Gebiete, das Grand-Figeac Vallées du Lot und das Pays de Dombes-Saône-Vallée.

 Stadt palimpseste, Brest (Finistère) hat ein vielfältiges Erbe, das es verdient, besser bekannt und anerkannt zu sein. Die Umgestaltung dieser Stadt und die Aufwertung des lebendigen Erbes sind ehrgeizige Ziele, die durch die Verleihung des Labels Stadt der Kunst und der Geschichte gefördert werden sollten.

Mit der Verleihung des Labels an die Stadt Gaillac (Tarn) wird die Qualität der von dieser Stadt durchgeführten Maßnahmen zur Erhaltung und Umstellung des industriellen Erbes anerkannt. Die Ausweitung des Gütezeichens auf die gesamte Agglomerationsgemeinschaft muss innerhalb von drei Jahren erfolgen, damit die im Rahmen dieses Gütezeichens durchgeführten Maßnahmen weiter verbreitet werden.

Das Label Ville d'art et d'histoire, das die Stadt Figeac seit 1990 erhält, wird auf das Land der Kunst und Geschichte des "Grand Figeac Vallées du Lot et du Célé" (Lot) ausgedehnt. Diese Erweiterung wird die Festigung und Förderung der kulturellen, architektonischen und landschaftlichen Identität dieser Interkommunalelität ermöglichen. Der Nationalrat hob den beispielhaften Wert der Architektur- und Vermögenspolitik hervor, die im alten Zentrum von Figeac umgesetzt wurde.

Das 2008 erhaltene Label «Pays d'art et d'histoire» des Pays de Trévoux Saône Vallée wird nun auf das Pays Dombes Saône Vallée (Ain) ausgedehnt. Die Gemeinschaft hat es verstanden, die Reichtümer dieses Territoriums aufzuwerten, sich auf Fachleute und ein engagiertes Vereinsnetz zu stützen, um die Bewohner zu treffen und mit den Schulen zu arbeiten. Die im Bereich der Kunst- und Kulturerziehung entwickelten Themen gehören zu den vorrangigen Zielen des Ministeriums für Kultur.

Die Stadt Saint-Pierre de la Martinique erhielt eine befürwortende Stellungnahme zur Erneuerung ihres 1990 erhaltenen Labels. Die Stadt blickt auf eine symbolträchtige Vergangenheit zurück und möchte ihre Bemühungen fortsetzen, ihr materielles und immaterielles Erbe bekannt zu machen und ihr kulturelles Projekt mit ihrer Politik des Wohnungsbaus, der nachhaltigen und sozialen Entwicklung zum Wohle des territorialen Zusammenhalts in Einklang zu bringen.

Der Nationalrat hat am 16. November 2017 die Erneuerung der Konventionen der «Städte der Kunst und Geschichte» von Saint-Etienne (Loire), Albertville (Savoie), Lille (Norden) und der «Land der Kunst und Geschichte» von Forez (Auvergne-Rhône-Alpes) angekündigt und Auxois Morvan (Burgund-Franche-Comté).

Das Netzwerk der «Städte und Länder der Kunst und Geschichte» umfasst nun 190 Städte und Länder der Kunst und Geschichte.