Nach einer ersten Stellungnahme der Kommission für die Klassifizierung von Kinofilmen, die ein Verbot für Personen unter 18 Jahren mit Warnung des Films «Salafistes» befürwortetDie Regisseure François Margolin und Lemine Ould Salem wollten ihren Film modifizieren und somit ein neues Visum beantragen. Da diese Fassung gestern Mittag übermittelt wurde, tagte der Ausschuß noch am Abend.

Sie hat sich erneut mit großer Mehrheit für ein Verbot von Personen unter 18 Jahren mit einer Verwarnung ausgesprochen.

Angesichts der Absicht, Szenen und Reden von extremer Gewalt ohne Kommentare zu verbreiten, habe ich beschlossen, der Stellungnahme des Ausschusses zu folgen. Als Minister für Kultur und Kommunikation ist es meine Aufgabe, bei der Ausstellung des Visums für die Verwertung von Filmwerken die Arbeit des Autors zu respektieren, der allein für sein Werk verantwortlich ist, unter Berücksichtigung der Notwendigkeit des Jugendschutzes.

Dieser Film ist daher für Personen unter 18 Jahren verboten, mit Warnung. Das Visum wird ausgestellt.

Auszug aus der Stellungnahme des Ausschusses:

Die Klassifikationskommission vereint unterschiedliche Standpunkte und Sensibilitäten und besteht aus Filmfachleuten, Geisteswissenschaftlern, Vertretern der Behörden und der Jugend.

Sie begründete ihre Stellungnahme mit der Begründung: Verbot von Minderjährigen unter 18 Jahren mit einer Verwarnung. Dieser Film, der ausschließlich und über die gesamte Dauer hinweg Salafisten das Wort erteilt, erlaubt es nicht eindeutig, gewalttätige antiwestliche, undemokratische Reden zu kritisieren, die Terrorakte legitimieren, Aufrufe zur Ermordung von Ungläubigen, die als Juden und Christen dargestellt werden und dort gehalten werden. Die manchmal unhaltbaren Bilder unterstützen diese Aussage trotz des Willens der Regisseure, sie im Gegenpunkt zu verwenden. Aus diesen Gründen ist ein Verbot für Minderjährige unter 18 Jahren mit folgender Warnung unerlässlich: «Dieser Film enthält äußerst gewalttätige und unerträgliche Äußerungen und Bilder, die die Öffentlichkeit verletzen können».