Am Rande der Filmfestspiele von Cannes organisierte das Ministerium für Kultur und Kommunikation am Sonntag, den 15. Mai 2016 ein Kolloquium zum Thema: «Kreativfinanzierung: Was erwartet man von der Digitalisierung? » unter dem Vorsitz von Ministerin Audrey Azoulay und in Anwesenheit von Andrus Ansip, Vizepräsident der Europäischen Kommission.

Es sprachen Filmemacher mit Abderrahmane Sissako, Julie Bertucelli, Radu Mihaileanu, Eric Lartigau, digitale Schauspieler mit Jason Ropell, Präsident von Worldwide Films d'Amazon, Sebastien Missoffe, Vizepräsident Content und Operation von Youtube; und Telekommunikation mit Michel Combes, Vorstandsvorsitzender von SFR, Filmprofis, Sidonie Dumas, Geschäftsführerin von Gaumont und David Kessler, Geschäftsführerin von Orange Studios, sowie zwei MdEP, Viviane Reding und Virginie Rozière.

In einem Kontext, in dem der Übergang zum digitalen Zeitalter die Art und Weise der Verbreitung von Werken grundlegend verändert hat, haben die Filmschaffenden mit den Vertretern der digitalen Medien, aber auch mit den Vertretern der europäischen Institutionen über diese Herausforderungen diskutiert, im Mittelpunkt der Anliegen der europäischen Bürger.

Nach der Eröffnung durch Jean-Jacques Annaud führte dieses Kolloquium fast drei Stunden lang Diskussionen über die Auswirkungen der Entstehung neuer Akteure auf das Ökosystem der Film- und audiovisuellen Produktion in Europa und die Antworten darauf. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Rolle der kostenpflichtigen und kostenlosen Plattformen als Partner der Kulturverbreitung und die Positionierung ausschließlich digitaler Unternehmen in der Filmfinanzierung.

Audrey Azoulay, in Anerkennung der Bedeutung und Rolle der neuen digitalen Akteure, betonte Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die digitale Verbreitung einen Mehrwert für die Kulturwirtschaft schafft, denn so können unsere Autoren und Künstler auch weiterhin kreativ und innovativ sein. Es geht darum, den Reichtum und die Fülle der europäischen künstlerischen Produktion zu fördern, indem diese neuen Formen der Schöpfung die notwendigen Finanzmittel für ihre Entwicklung finden können.»

Dieses Kolloquium bot auch Gelegenheit, die Debatte über die Rolle, die Europa bei der Sicherung der Zukunft der Finanzierung der europäischen Schöpfung und der kulturellen Vielfalt übernehmen muss, zu fördern; insbesondere im Rahmen der Initiativen der Europäischen Kommission zur Schaffung eines digitalen Binnenmarkts.

Die Ministerin betonte insbesondere die Unveränderlichkeit des Grundsatzes der territorialen Rechte und die Notwendigkeit, die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste zu überarbeiten, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Akteure zu schaffen insbesondere durch die Ausweitung des Anwendungsbereichs auf neue Akteure. Das Urheberrecht sei ein modernes Instrument, das die Verbreitung der Werke ermögliche und gleichzeitig den Urhebern und denjenigen, die in die Produktion investiert und diese finanziert hätten, eine Vergütung gewährleiste. Ohne Urheberrecht, Erstellungspunkt. ».

Zum Abschluss des Kolloquiums erinnerte EU-Kommissar Andrus Ansip: Digitale Technologien und das Internet haben die Produktion, die Produktion und den Vertrieb von Filmen sowie die Art und Weise, wie sie angesehen werden, verändert. Filmemacher und alle Filmliebhaber müssen die sich daraus ergebenden Möglichkeiten nutzen können. Das MEDIA-Programm trägt dazu bei, Fachleute bei der Anpassung an neue Technologien zu unterstützen. Darüber hinaus müssen wir gemeinsam Lösungen finden, um die Finanzierung von Werken zu unterstützen, das legale Online-Angebot zu fördern und die Piraterie zu bekämpfen. Dies sind Kernziele unserer Strategie für einen digitalen Binnenmarkt, die im vergangenen Jahr vorgestellt wurde und nun mitten im Bau ist.»

Zum Abschluss des Kolloquiums sprach die Ministerin mit Günther Oettinger, Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft. Dies war eine Gelegenheit, den Handel im digitalen Binnenmarkt fortzusetzen.