Michèle Manceaux hat uns am 31. März in Paris verlassen.

 Michèle Manceaux war eine linke Frau, eine symbolträchtige Figur des Feminismus, eine glühende Verteidigerin des Selbstbestimmungsrechts der Völker. Sie war eine jener großen Federn gewesen, die es dem damals entstehenden Express in den fünfziger Jahren ermöglichten, sehr schnell sein Publikum zu finden. 

 Seine bemerkenswerte journalistische Karriere darf den mit dem Prix de l'Académie Française ausgezeichneten Schriftsteller nicht vergessen lassen, die Schriftstellerin, die Autorin sehr schöner Reiseberichte, aber auch einer sehr feinen und sehr mutigen Analyse der Depression, ein Übel des Jahrhunderts, das viel zu lange ignoriert wurde.

 Wie Françoise Giroud, die ihre ersten Schritte geleitet hatte, war und bleibt Michèle Manceaux für viele Frauen ein Vorbild und eine Quelle der Inspiration.