Der Landschaftsarchitekt Pascal Cribier, ein sensibler, zukunftsorientierter Designer, der seiner natürlichen Umgebung extreme Aufmerksamkeit schenkte, ist von uns gegangen.
Mit den Füßen in der Erde, physisch präsent und offen für alle, die ihn um ein Projekt baten, entwarf Pascal Cribier seinen Beruf - seine Leidenschaft. Hinter seiner Demut stand ein gelehrter Botaniker, der Pflanzen liebte und nichts mehr mochte als seine Arbeit, subtil und mächtig zugleich.
Nach seinem Abschluss an der École nationale supérieure des Beaux Arts in Paris schloss er 1978 sein Architekturstudium als DPLG (Abschluss durch die Regierung) ab und begann mit der Arbeit im Gartenbereich. Lange zögerte er, sich als Architekt oder Landschaftsarchitekt zu definieren, und erkannte sich schließlich am besten als Gärtner.
Die Neugestaltung des Jardin des Tuileries, die er 1990 gemeinsam mit Louis Benech durchführte, war die erste große Baustelle, die ihn bekannt machte.
Er, der es liebte, zu vermitteln und zu überzeugen, engagiert sich in der Welt der Raumplanung, des Städtebaus und der Architektur.
Ab 1993 gab er zahlreiche öffentliche und universitäre Vorlesungen und unterrichtete an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste (Ensad) sowie an der Staatlichen Hochschule für Landschaft in Versailles.
Wir verlieren eine der markantesten Figuren der Landschaft der letzten vierzig Jahre.
Ich spreche seiner Familie und seinen Angehörigen mein Beileid aus.
Paris, 6. November 2015