Der Goncourt-Preis geht an Mathias Enard für KompassHerausgegeben bei Actes Sud.

In dieser faszinierenden Erzählung, getragen von der Musik und der Begegnung mit dem anderen, real und phantasiert, auf einer Art langen Reise von der Nacht zum Tag, offenbart sich und erzählt sich gleichzeitig der nahe und ferne Orient. Mathias Enard führt uns virtuos dazu, die verliebte "[la] Bruchbude" zu erforschen, als ob wir "dieser Mitte-zwei, diesem Barzakh, der Welt zwischen den Welten, in die Künstler und Reisende fallen" am nächsten kommen.

Der Text von Mathias Enard führt uns durch die Geographie der Liebe Franz zu den historischen Stätten von Aleppo und Palmyra, der heute als Ziel dienenden "Braut der Wüste". Er erinnert uns daran, dass Kunst und Kultur die Grundlage unserer Menschlichkeit sind.

Ich gratuliere dem Autor und seinem Verleger herzlich.