Der Minister für Kultur und Kommunikation, Fleur Pellerin, reiste am 3. März nach Brüssel, um sich beim Europäischen Parlament für ein kreatives Europa einzusetzen, das die Entfaltung und Verbreitung von Werken und Wissen fördert.

Bei den Gesprächen mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, Pavel Svoboda und Silvia Costa, Vorsitzender des Ausschusses für Recht und Kultur des Parlaments, sowie vor 30 Mitgliedern der interfraktionellen Arbeitsgruppe des Europäischen Parlaments "Kultur- und Kreativwirtschaft" betonte die Ministerin die Bedeutung eines starken Kultursektors für die Förderung der kreativen Vielfalt, der Ausstrahlung und des Wachstums Europas.

Um den unvergleichlichen Reichtum und die Vielfalt des europäischen Schaffens zu erhalten, betonte Fleur Pellerin die Notwendigkeit eines ehrgeizigen und ausgewogenen Ansatzes für die von der Europäischen Kommission eingeleitete Reform des Urheberrechts, der einer dreifachen Anforderung entspricht: kulturelle Vielfalt, Zugang zu Werken und gerechte Vergütung der Schöpfung. Die Ministerin warnte vor Überlegungen, die zu einer Verarmung der europäischen Schöpfung führen würden, indem sie ihre Finanzierung trocknet, den grundlegenden Beitrag der Schöpfer vernachlässigt oder die territoriale Grundlage ihrer Rechte untergräbt.

Die Ministerin erklärte, dass "Die Entwicklungen müssen eine Antwort auf die grundlegenden digitalen Fragen geben: die Achtung des Urheberrechts, die Beteiligung aller digitalen Akteure an der Finanzierung der Schöpfung und die Entwicklung des Zugangs zur Kultur."

Darüber hinaus kann sich eine Anpassung der Kulturpolitik an das digitale Zeitalter für Fleur Pellerin nicht auf das Urheberrecht beschränken. Um die kulturelle Vielfalt zu stärken, muss ein faires Umfeld gewährleistet werden, das der Entwicklung europäischer Akteure förderlich ist. Über die Herausforderungen der kulturellen Regulierung hinaus ist es von entscheidender Bedeutung, die Gerechtigkeit zwischen den Akteuren zu gewährleisten, sowohl im Hinblick auf die anzuwendenden Steuern als auch im Hinblick auf die Wettbewerbsregeln, damit Europa ein Land der Innovation und der Kreativität bleiben kann."