Aurélie Filippetti, Ministerin für Kultur und Kommunikation, erfährt erstaunt, dass ein Kunstwerk, ein Granitbrunnen, der in Hayange (Moselle) von Alain Mila realisiert wurde, auf Initiative des Rathauses ohne Genehmigung des Künstlers neu gestrichen wurde.

Dies stellt eine eindeutige Verletzung des moralischen Rechts und der grundlegenden Regeln des Gesetzes über geistiges Eigentum und den Schutz des Kulturerbes dar.

Dieser Vorfall ist bezeichnend für die kulturpolitische Konzeption der gewählten Vertreter der Nationalen Front, die zu größter Wachsamkeit aufruft. Aurélie Filippetti wundert sich, dass man sich entscheiden kann, "ein Kunstwerk neu streichen, um es dekorativer zu machen " unter Missachtung der Schöpfung und der künstlerischen Berufe, die von denjenigen, die für die Durchsetzung des Gesetzes verantwortlich sind, die Achtung ihres Rechts und die Integrität ihrer Arbeit erwarten dürfen.

Die Ministerin für Kultur und Kommunikation erinnert daran, dass Kunstwerke, die dem öffentlichen Eigentum des Staates oder der öffentlichen Körperschaften angehören, unveräußerlich, unveräußerlich und schwer fassbar sind. Folglich dürfen die Werke ohne die Genehmigung des Künstlers oder seiner Rechtsnachfolger weder verändert noch verlegt, geschweige denn zerstört werden. Sie dürfen auf keinen Fall verkauft werden.

Die Ministerin hat ihre Dienststellen gebeten, ein Rundschreiben an die Präfekten auszuarbeiten, in dem sie aufgefordert werden, diese Rechtsfragen zu beachten und daran zu erinnern, erforderlichenfalls den Eigentümergemeinschaften ihre Pflichten zur Überwachung und Erhaltung der in ihrer Obhut befindlichen Werke.