Hommage an Ménie Grégoire

Ménie Grégoire ist auf Zehenspitzen in sein Tourangelle-Land gegangen, Teil vieler seiner Romane. Tausende Zuhörerinnen und insbesondere Zuhörerinnen, denen sie von 1967 bis 1981 15 Jahre lang eine tägliche RTL-Sendung widmete, bleiben unvergesslich.

Für sie hatte die Feministin der ersten Stunde, die Bewunderin von Simone de Beauvoir, ein modernes Radio erfunden, das die intimsten Fragen live ansprach. Sie praktizierte Sanftheit statt Konfrontation, sie wusste zuzuhören und die Worte zu finden, um zu verstehen, indem sie versuchte, nicht zu urteilen...

Die Sendung von Ménie Grégoire war ein echtes gesellschaftliches Phänomen, und ihre Radioerfahrung hat vielen Französinnen und Franzosen geholfen, sich zu öffnen und manchmal wieder aufzubauen, zumindest über alles zu sprechen, was erstickt und erstickt wurde. Davon zeugen 100.000 Briefe von Hörern, aus denen sie ein Buch zog, ein erstaunliches Spiegelbild der Gesellschaft dieser Zeit.

Wir werden weder seine tröstliche Stimme noch seinen Blick vergessen, der vor Intelligenz und Menschlichkeit funkelt.

Ich spreche seiner Familie und seinen Angehörigen mein aufrichtiges Beileid aus.