YouTube, das sich im Besitz von Google befindet und eine marktbeherrschende Stellung als Musikanbieter im Internet innehat, droht, das Musikrepertoire, insbesondere die Musikvideos, von allen Labels zu entfernen, die seine vertraglichen und finanziellen Bedingungen ablehnen.
Eine solche Erpressung bedroht die musikalische Vielfalt und die Entwicklung neuer Talente, zu denen unabhängige Labels einen großen Beitrag leisten.
Es ist auch eine Bedrohung für Künstler. Schließlich könnte es dazu führen, dass das Publikum einen Teil des legalen Musikangebots beraubt.
 
Die Ministerin für Kultur und Kommunikation wünscht, dass die Europäische Kommission besonders wachsam ist, um möglichen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung zu verhindern.
Eine solche Haltung ist bedauerlich und unterstreicht erneut die Notwendigkeit einer Regulierung dieses Marktes, ob es sich nun um legale oder illegale Inhalte handelt.
Auf der Grundlage dieser Überzeugung wird die Ministerin für Kultur und Kommunikation demnächst einen Gesetzentwurf vorlegen, in dem Bestimmungen zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Verlegern von Online-Musikdiensten und Phonographieproduzenten vorgeschlagen werden, Insbesondere um eine Angebotsvielfalt auf dem Markt und auch eine musikalische Vielfalt innerhalb dieser Angebote zu gewährleisten.