Aurélie Filippetti, Ministerin für Kultur und Kommunikation, begrüßt die Veröffentlichung der neuen Version des europäischen Archivportals. Dieses Portal ist das Ergebnis eines von der Europäischen Kommission kofinanzierten Projekts. Frankreich hat einen sehr großen Beitrag zum Bau und zur technischen Realisierung geleistet. Es beherbergt heute rund 120'000 Inventare von 89 Archivdiensten in 16 Ländern. 

Ziel dieses europäischen Portals ist es, die Forschung im Bereich der Geisteswissenschaften zu fördern und zu unterstützen, indem die Inventare aller Archivdienste in Europa zusammengeführt werden. Auf diese Weise wird es den Forschern ermöglicht, Grenzen zu überschreiten und den Bereich ihrer Reflexion zu erweitern.

Die Geschichte Europas ist reich und komplex, und die Archive spiegeln dies getreu wider. Ihr virtuelles Treffen wird den Institutionen, die sie behalten, neue Sichtbarkeit verleihen und Forschern und Archivaren wertvolle Hilfe bieten. Diese Zusammenlegung der Bestandsverzeichnisse in einem einheitlichen Format eröffnet in der Tat auf außerordentliche Weise den Forschungsbereich und bietet die Möglichkeit des Zugangs zu Archiven, die am anderen Ende Europas aufbewahrt werden oder von denen man bisweilen keine Ahnung hatte.

Im Rahmen des Projekts werden zwei Arten des Zugangs zu diesen Daten eingeführt:

  • Eine einfache Suche, deren Ergebnisse durch Filter nach Land, Institution, Datum usw. verfeinert werden können, ermöglicht dem Internetnutzer einen kategorisierten Überblick über die Antworten auf seine Frage.
  • Eine Navigation durch den allgemeinen Baum ermöglicht es, von einem Land zum Inventar zu gelangen. Diese Forschung richtet sich in erster Linie an erfahrene Forscher oder Archivare. Dies ist in der Tat eine Möglichkeit, vergleichende Forschung durchzuführen.

In beiden Fällen ist die detaillierte Antwort entweder auf dem europäischen Archivportal oder direkt auf der ursprünglichen Website abrufbar.

Schließlich zeichnet ein Verzeichnis der Archivdienste, das nach Ländern und dann nach der Verwaltungsorganisation jedes Landes geordnet ist, ein Gesamtbild der europäischen Archivlandschaft.

Das nationale Archivportal, ein Projekt in Vorbereitung, wird es ermöglichen, auf nationaler Ebene die Daten zu sammeln, die heute auf Dutzenden von Websites der verschiedenen Archivdienste der Ministerien und Gebietskörperschaften präsentiert werden. Mit der Online-Bereitstellung dieses Tools wird die Integration der französischen Daten in das europäische Archivportal dann viel einfacher und umfangreicher sein.