Ivan Cloulas ist gerade im Alter von 80 Jahren verschwunden. Wir verlieren einen bemerkenswerten Historiker und einen der besten Spezialisten der Renaissance.  Sein Talent als Schriftsteller, aber auch seine Kunst der mündlichen Erwähnung, seine persönliche Ausstrahlung, machten ihn zu einem gefragten Medienhistoriker und bei der breiten Öffentlichkeit sehr beliebt.

Er hat uns großartige Bücher über die großen italienischen Familien wie Les Borgia, die kürzlich neu aufgelegt wurde, oder Catherine de Medici, sowie spannende Biografien von Laurentius dem Prächtigen, Julius II, oder Diane de Poitiers gegeben.

Als Paläograph hatte er auch eine brillante Karriere in der Kulturverwaltung geführt: nacheinander als Direktor des Departementsarchivs der Eure, Leiter der Abteilung Informatik des Nationalarchivs und Beauftragte der Abteilung Alte Nationalarchive.

Als Historiker und Baumeister, der sich mit den Veränderungen seiner Zeit abfindet, hat er der Sache der Archive im Dienste der Geschichte auf brillante, effiziente und leidenschaftliche Weise gedient.