Piaf, Montand, Barbara, Greco, Reggiani... Georges Moustaki hatte für die Großen komponiert, bevor er sich als wunderbarer Interpret seiner eigenen Lieder entpuppte. Der Autor von «Milord», «Le métèque», «Ma liberté», «Ihre Tochter ist zwanzig Jahre alt», «La dame brune» von «La marche de Sacco et Vanzetti» hinterlässt uns als Erbe so viele Lieder, von denen viele zu unvergesslichen Klassikern geworden sind.

Georges Moustaki bat bereitwillig um Rhythmen aus anderen Ländern, um der französischen Sprache zu dienen. Er war ein Dichter, auch ein Maler, eine Seele eines Reisenden, dessen Charme, Sanftheit, Zärtlichkeit das Publikum auf der ganzen Welt verführen wird.

Geboren in Alexandria, kommt er mit 17 Jahren nach Paris, wo seine Begegnung mit Georges Brassens entscheidend ist. Mit seinen vielfältigen Wurzeln wird sein Talent alle Grenzen überschreiten.

Nach eigenen Angaben träumte er gerne, und vielleicht hat er deshalb die Vorstellung der Franzosen so richtig vertont und ihre Gefühle in Worte gefasst.

Er war ein engagierter Mann, ein Sänger, der nicht zögerte, sein immenses Talent in den Dienst der Ursachen und Ideen zu stellen, die ihm lieb waren, immer von einer großen Liebe zum anderen beseelt, von einem tiefen Sinn für die Menschheit, dessen Freuden, aber auch Wunden er teilte.

Wir verlieren einen Freund.