Aurélie Filippetti, Ministerin für Kultur und Kommunikation, eröffnet am 23. Mai 2013 Die Herausforderung der Sonne von Gérard Garouste auf dem nationalen Gut Saint-Cloud. Diese monumentale Skulptur, die einen fruchtbaren Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und Kulturerbe schafft, gehört heute zu den Sammlungen des Nationalen Zentrums für bildende Kunst. Es befindet sich in einem der größten historischen Anwesen des Staates, das vom Zentrum für Nationaldenkmäler verwaltet wird.

Die Installation ist Teil der zehnten Ausgabe von Rendez-vous aux jardins zum Thema Garten und seine Schöpfer, die am 31. Mai, 1. und 2. Juni stattfinden wird, und der Feierlichkeiten zum 400. Geburtstag von André Le Nôtre, Genie des Parks von Saint-Cloud. Die Kunst der Bildhauerei spielte eine wichtige Rolle in den Gärten von Le Nôtre: Die Aufnahme des Werks von Gérard Garouste in diesem bedeutenden Kulturort setzt diese Tradition fort.

«Die Herausforderung der Sonne», eine fast vier Meter hohe Bronzeskulptur, die neben dem Becken Saint-Jean steht und zwei Figuren aus einem Traum darstellt, «Le Classique et l'Indien» Nietzsche entwickelte das Thema der Dualität des Apollinischen und Dionysischen. Der Klassiker wird mit der Sonne verwechselt, die auf der Seite des Lichts, der Ordnung und der Logik steht; der Inder auf der Seite der List des Geistes, der Freiheit der Phantasie und der Verdrehungen der Logik.

Gérard Garouste erklärt: In der Domaine de Saint-Cloud ist wie in Versailles alles sehr organisiert. Ich mag die Strenge der Formen im Klassizismus sehr. Und plötzlich erscheint in dieser Reihenfolge und dieser Hierarchie eine Überraschung, ein wenig Wahnsinn. Die Domaine de Saint-Cloud entspricht eigentlich eher meiner Stimmung durch ihre bukolische Seite. Ich fühle mich in dieser Umgebung, neben dem Saint-Jean-Becken, das ich sehr mag, wohler... Ich habe endlich Glück, dass ich diese Skulptur dort aufstelle»

Gérard Garouste hat sein Werk so überdacht, dass die einst weit entfernten Figuren nun miteinander sprechen und auf einer kreisförmigen Struktur von sechs Metern Durchmesser Platz nehmen. Die Design- und Umbauarbeiten wurden in Zusammenarbeit mit dem Gießer Régis Bocquel durchgeführt.

Die Ministerin für Kultur und Kommunikation möchte mit dieser Einrichtung ihr Interesse an Parks, Gärten und zeitgenössischem Design bekunden. Damit bekräftigt sie ihren Willen, die historischen Denkmäler in eine echte kulturelle Dynamik einzubinden und die Werke der größten Künstler, ob sie vor 400 Jahren geboren wurden oder eine vorherrschende Rolle in der Schöpfung spielen, allen Zuschauern zugänglich zu machen aktuell künstlerisch.