Aurélie Filippetti, Ministerin für Kultur und Kommunikation, eröffnet am Mittwoch, 27. November 2013, das jährliche Seminar des französischen Archivs, das dieses Jahr vom 27. bis 29. November im Palais du Pharo und im MuCEM in Marseille stattfindet. Auf Initiative der Generaldirektion Kulturerbe/ Interministerieller Dienst des Archivs von Frankreich werden in diesem Seminar drei Tage lang 170 Personen zusammenkommen. Anwesend sind alle Direktoren des Departementsarchivs, die Leiter der Hauptabteilungen des Stadtarchivs, Direktoren und Vertreter des Nationalarchivs sowie die «Archivberater» der Regionaldirektionen für Kulturangelegenheiten.

Das diesjährige Thema sind die «europäischen und internationalen Herausforderungen»: Die europäischen Probleme der Speicherung und Verarbeitung von Einzeldaten sowie alle Projekte, die sich in der internationalen Zusammenarbeit befinden, werden daher besonders behandelt. Am Donnerstag, dem 28. November, wird im MUCEM ein Rundtischgespräch mit sechs Leitern des Nationalarchivs der Mittelmeerländer stattfinden.

Dieses Seminar bietet auch die Gelegenheit, alle beruflichen Probleme der Archivwelt zu erörtern. Unter den Workshops und Vorträgen über kulturelle und naturwissenschaftliche Aspekte des Handwerks ist die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg, getragen vom jüngsten Erfolg der «Grossen Sammlung» Und mit den Projekten zur Digitalisierung und Indexierung der Register Nr. der Poilus steht natürlich im Vordergrund. Die Teilnehmer werden auch die digitale Entwicklung ihres Berufs diskutieren, die durch die laufenden Projekte eines europäischen Archivportals und einer interministeriellen Plattform für die elektronische Archivierung veranschaulicht wird.

Das Netz der Archive in Frankreich - Nationalarchive, Departementsarchive, Gemeindearchive - umfaßt fast 5000 Personen, davon 800 Staatsbedienstete. Es bewahrt 3.500 laufende Kilometer öffentlicher Archive vom VIe Jahrhundert bis heute. Im Jahr 2012 wurden eine Million Menschen im französischen Archiv aufgenommen, und über zwei Milliarden Online-Seiten wurden auf ihren Websites aufgerufen, All diese Stätten bilden die größte historische Ressourcenbasis in Frankreich.

www.archivesdefrance.culture.gouv.fr