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REYNAUD Jean-François
Lugdunum christianum
Diese Arbeit versetzt uns in den mittelalterlichen Untergrund der Stadt Lyon.
Sie handelt von der archäologischen Studie dreier Hauptstätten: Cathedralgruppe und Grabkirchen von Saint-Just und Saint-Laurent de Choulans.
Ausserdem erwähnt sie ein Duzend ursprünglicher christlicher Kulturstätten.
Lyon war Galliens föderalhauptstadt und später Hauptstadt der Burgunderkönige. Es blieb zur christlichen Frühzeit (4tes bis 8tes Jahrhundert) eine erstklassische christliche Metropole, wo die antiken Traditionen weiterlebten, aber wo auch eine neue Architektur, christliche Bauart, die Tempel ersetzte und die Stadt neu gestaltete.
Denken wir an Persönlichkeiten wie Sidoine Apollinaire, Patiens, Nizier, Grégoire de Tours :
Dank der archäologischen Forschung werden Texte und Dokumente im Gegenseitigen Licht erläutert und 50 wird mit seltener Vereinstimmung die Topographie der Stadt geschildert: die Cathedralgruppe, eine der ersten Ausgrabungstätten in Frankreich, nimmt in der Stadtordnung ihren Platzein, 50 auch die Gräbstatten mit ihren Mausoleen, Sarkophagen und Grabbasiliken. Unter den letzteren . befindet sich Saint-Laurent de Choulans, die von nun an ais das best ausgearbeitete und auch klassischte Vorbild erscheint.
Diese Forschung hat die Vitalitat von Lyon zur Burgundischen- Merowingischen Zeit klargestellt.
Das Talent der Baumeister, die antike Tradition erhielten, die Zusammenarbeit zwischen Fachleuten und grossen Bischöfen, das Mäzenatentum der Burgunder Könige, hat Lyon in die günstige Atmosphäre zur Kunstschaffung gestellt.
Lyon war ein Vorbild für die Städte der Region, zum Beispiel für die Verbreitung der Querschiffkirchen in Gallien.
Den Verhaltnissen entsprechend, und in Erwartung neuer Entdeckungen, kann man annehmen, dass Lyon sowie Tours und Paris.
Durch sein Auschen und den Dynamismus seiner Baumeister in Gallien Dieselbe Rolle spielte, wie Milano, Ravenna oder Aquilea in Norditalien,' oder Trier im Rheinland.