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BÉMONT Colette, JEANLIN Micheline, LAHANIER Christian
Les figurines en terre cuite gallo-romaines
Schon seit Beginn des XIX. Jahrhunderts zeigten die Altertumsliebhaber viel Interesse für die Statuetten. Doch war es nur kurz vor 1900 ais A. Blanchet sie systematisch und wissenschaftlich bearbeitete. Die dann abgehandelten Themas wurden zur Grundlage der folgenden Untersuchungen. Bedeutend ist der Fortschritt seit 1970, hauptsachlich in Bezug aus die morphologische Klassifizierung des Materials, Entdeckung vermuteter oder unbekannter Produktionsorten, Datierung der Ware. Die Analyse der verwendeten Tonerden ist momentan im Gang. Gewisse Lücken indieser Hinsicht sind teilweise ausgefüllt dank den zwei Nachforschungen die zugleich der Pariser Arbeitstagung unternommen wurden. Ausser der Auffindung von Statuetten verschieden von denjenigen bestbekannten aus Mittel Frankreich, sollte schliesslich eine Betrachtung der dieses Material betreffenden Hauptthemen, zu einer Annaherung auf festeren Grundlagen der Fragen die namentlich den Ursprung dieser Industrie in Gallien betreffen.
1. Die Werkstatten
Viele Werkstatten waren bekannt, andere seit langer Zeit vermutet, doch keine frische methodische Beschreibung lag vor. Seit einigen Jahren konnte man manche Fundstellen bestätigen, oder auch noch solche unbekannte, in der Bourgogne, in der Bretagne oder im Süd-Westen entdecken. Das vorliegende Buch umfasst 25 Notizen gleicher Art, mit der Beschreibung der Werkstatten oder der Überprüfung der Beweise einer Erzeugung. Die Vereinheitlichung zeigt einen sehr merkbaren Unterschied der Kenntnisse in den verschiedenen Gebieten oder auf den Fundstellen. Auch sind die Inventare der Koroplaten und der ikonografischen Vorlagen jeder einzelnen Werkstatt ais eine Anregung zur Erweiterung der Fundstellenmonografien.
2. Allgemeine Fragen
In sechs, von verschiedenen Autoren stammenden Aufsätzen, werden allgemeine Fragen, manchmal unerwarteter Weise, behandelt. Die ausgewählten Themas (Erzeugung, Koroplasten, Sachregister, Chronologie, Herkunft, Verwertung), führen alsbald zu einer Anzahl von Informationen, alsbald zum Vorschlag neuer Richtungen der Untersuchungen. So haben wir nun die Gesamtheit der heute bekannten Fabrikantenstempel sowie kurze Notizen über den Haupttheil der vorgeschlagenen neuen Chronologie. lm Gegensatz stehen die Fabrikation oder die Zuteilung der ikonografischen Modelle betreffenden Fragen, noch teilweise im Stadium der Methodik. Das Herkunftsproblem erscheint zum 1. Mal in einem Aufsatz über die vorrömischen Anwendungen sowie die Verwendungszwecke, des Mobiliars, experimentell microinformatisch nach einem Muster gesehen, was zu einer Vermutung regionaler Eigenarten, die durch die methodische Ausdehnung der Inventare bestätigt werden kann, führt.
3. Die Verteilung der Statuetten in Frankreich
Eine vollständige Studie erschien ais unmöglich wegen der kurzen vorhandenen Zeit und auch der schwierigen Zugänglickeit der Muster, und es wurde ein Vorinventar des Materials in den verschiedenen départements, mit der Zusammenarbeit von za. 30 Archäologen vorgenommen. Regionalweise zusammengestellt, in mehr oder weniger starken Gruppen, jenach Möglichkeit eines jeden, ist das Material ais Ganzes und auch ais uniformierte Kartenaufnahme vorgestellt. Trotz Lücken gibt diese Bestandaufnahme Anweisungen über die verhältnismassig grosse Fülle des Materials sowie die Verschiedenheit der Produktion (weisse oder andere Ware) nach Fundort und Zeitpunkt.
Die Verstreuung und Verschiedenheit der abgebildeten Typen zeigt uns dass allein zwischen zwei Gebieten nur die Gesamtzahl der örtlich klassierten Statuetten zu vergleichen ist, und zwar der von weitem am meisten vorkommenden, d.h. die Venus und die Mutter-gottheiten. Die anderen sehr seltenen stellen ein allzu unsicheres Urkundenmaterial dar.
4. Die Verteilung der Statuetten in Anderen Landern
Sechs Aufsatze erwähnen den Stand der Forschungen in den Gebieten wo Statuetten gallischer Herkunft zu finden sind.
Zahl und Verteilung der verschiedenen Typen in der Schweiz und in Belgien zeigen entweder Fortentwicklung der Kundschaft oder eine Teilung mit anderen Fabriken der Verkaufszentren. Doch wird das in Osteuropa, längs der Strasse Bregenz-Salzburg-Enns gefundene Material hauptsachlich zu chronologischen Zwecken verwendet. Hingegen kam diese Ware nur spärlich nach den Niederlanden oder nach Luxemburg wohl wegen der rheinländischen Konkurrenz. Schliesslich finden wir in Grossbritanien ein breites und verschiedenartiges Material, hauptsächlich bei Hafen und Strassen wo der Import erleichtert war.
5. Problematik der Methodologie
Von den drei Aufsätzen des Kapitels sind zwei eng mit der Geschichte des Bearbeitung der Statuetten verbunden : einige hundert Analysen erstanden in laufender Folge und der 1. davon schildert die Vor-und Nachteile der verschiedenen technischen Verfahren in Hinsicht auf die Lage der Werkstätten. Der 2. bearbeitet die verschiedenen Ausbeutungsweisen der Laboratorien. Der letzte zeigt ein kleines Muster mit Verwendungsmöglichkeiten eines sachkundigen programms zur automatischen Identifiezirung der Statuetten, nach einer sehr genauen morphologischen Analyse.